Verlage und Medienhäuser sind in Anbetracht des digitalen Tempos mehr denn je auf eine Universaltechnologie für den lokalen Anzeigenverkauf  angewiesen.

Die Digitalisierung hat in den vergangenen Jahren zu einem radikalen Wandel innerhalb der Medienlandschaft und in der Vermarktung von Werbeflächen geführt. Der Absatz von Printprodukten geht seit Jahren stetig zurück. Die Erlöse aus den Abonnementverträgen decken, trotz diverser digitaler Angebote, die laufenden Kosten bei weitem nicht ab. Viele Verlage arbeiten daher schon seit einiger Zeit daran dem Wandel mit den richtigen Strategien und Lösungen zu begegnen. Alternative Erlösmodelle und eine Neuausrichtung werden dringender benötigt denn je. Ein Ende dieser Entwicklung ist derzeit nicht in Sicht.

Erlösmodelle hinken dem digitalen Tempo hinterher

Den Zeitungsverlagen brechen die Anzeigengeschäfte als wichtigste Einnahmequelle immer weiter weg. Die Branche widmet sich zwar zunehmend den neuen Herausforderungen und generiert neue Erlösmodelle. Das geschieht bisweilen jedoch viel zu langsam. Dies liegt nicht daran, dass sich die Verlage zieren. Vielmehr bringt die digitale Landschaft ein unheimliches Tempo mit sich und stetig neu aufkommende Innovationen überlasten bestehende Strukturen. Selbst ehemals disruptive und heute etablierte Online-Unternehmen müssen zugeben, dass selbst sie dem Tempo der digitalen Welt nicht mehr so folgen können wie noch vor einem Jahrzehnt.

Die Digitalerlöse können die Verluste im Printanzeigengeschäft auf Dauer nicht kompensieren. Zudem produziert der Aufbau von digitalen Vermarktungseinheiten, um der Geschwindigkeit und den Erfordernissen gerecht zu werden, enorme Kosten. Diese müssen wiederum eingespielt werden. Dementsprechend bleiben viele digitale Units in den Verlagen entweder zu klein oder werden gar nicht erst als eigenständige Bereiche aufgebaut. Die bereits ohnehin knappen Ressourcen können sich demzufolge nicht richtig entfalten.

Konkurrenz auf allen Ebenen

Folglich versuchen die Verlage an die Erlösstränge von großen und nationalen Werbevermarktern anzudocken. Das reicht jedoch nicht aus. Die Vermarkter buhlen ebenfalls um die Werbebudgets, die zwar stetig wachsen, aber in Summe auf gefühlt Tausende von Medien aufgesplittet werden. So bleibt am Ende für alle Beteiligten immer weniger übrig. Hinzu kommt, dass durch Automatisierungen, immer genauere Werbe-Auslieferungen und technische Messbarkeit die Preise je Werbeeinheiten immer kleiner werden. Adblocker und sinkende Klickfreudigkeit unter den Online-Nutzern erschweren die gesamte Situation.

Die Herausforderungen für Verlage bestehen nun darin dieses Dilemma zu lösen, um sich langfristig am Markt behaupten zu können. Es müssen gezielte lokale Vermarktungsansätze her. Die Umsetzung sollte dabei zügig und hocheffektiv erfolgen. Schließlich konkurrieren mittlerweile zusätzlich digitale Agenturen – regional als auch überregional – um die Bestandskunden der Verlage. Die Konkurrenz der Verlage besteht also schon längst nicht mehr nur untereinander oder auf nationaler Ebene, sondern ebenso gegenüber einer Vielzahl an weiteren Wettbewerbern aus dem lokalen Sektor.

Der lokale Anzeigenmarkt als starker Wirtschaftsfaktor

Lokaler Anzeigenkunde

Verlage und Medienhäuser sollten sich auf lokale Anzeigenkunden fokussieren, um gezielt und langfristig Erlöse zu generieren und die regionale Wirtschaft zu stärken.

Der lokale und sub-lokale Anzeigenmarkt, eine Domäne der Tageszeitungen, ist bisher in der digitalen Vermarktung nicht effizient erschlossen. Zwar verkaufen regionalen Medienhäuser lokale Anzeigenkampagnen, aber von der Menge und der Erlösstärke her, fällt das nicht besonders ins Gewicht. Viele der potenziellen Anzeigenkunden bewegen sich im mittleren dreistelligen Bereich. Für den lokalen Vertrieb rechnet sich hier kaum der Aufwand. Es wagt kaum jemand Erfolgsversprechen an die Anzeigenkunden abzugeben, wenn es um ein paar hundert Euro Werbebudget geht.

Naheliegend sind daher hier oftmals die Selbstversuche der kleineren Anzeigenkunden direkt bei Google oder Facebook. Jedoch scheitern sie an diesen Plattformen sehr häufig. Sie verfügen nicht über die nötigen Ressourcen sich selbst darum zu kümmern und die Plattformen sind in der Handhabung nicht so einfach, wie sie es auf den ersten Blick erscheint. Google und Facebook ist es trotz häufiger Ansprache und Anläufe  bisher nicht gelungen die breite Masse der kleineren Anzeigenkunden in einer relevanten Größe und Potenzialstärke für sich zu gewinnen. Verlage und ihre Medienberater sind jedoch für die Wirtschaft vor Ort ein wichtiger Partner, da sie die Bedürfnisse der lokalen Werbekunden weitaus besser kennen als die Global Player.

yeew mit Universaltechnologie für den lokalen Anzeigenverkauf

Aus diesem Grunde haben wir bei der yeew GmbH Werbeformate für Verlage und Medienhäuser entwickelt, um die Vermarktungspotenziale von Anzeigen gezielt zu steigern und zugleich Kosten zu kompensieren. Die yeew GmbH agiert dabei als zentraler technischer Dienstleister im Hintergrund. Wir unterstützen die Verlage darin, die verkauften Werbekampagnen ihrer Medienberater effektiv und kostengünstig umzusetzen. So bleibt mehr Budget für den Werbekunden, aber auch mehr für die Verlage. Unsere Werbeformate ermöglichen Verlagen und Medienhäuser eine einfache Unterstützung in einer komplexen Online-Werbewelt. Die Verlage geben hierbei den von uns entworfenen Werbeformaten eigene Namen. Diese werden als „eigene“ Produkte im Rahmen des White-Labelings vertrieben und erscheinen damit verlagszugehörig.

Zugleich profitiert der Werbekunde von interaktiven, mobilen sowie personalisierte Werbeformaten. Diese werden in Form von animierten Werbebannern lokal und zielgruppenspezifisch ausgespielt. Die Abwicklung gelingt uns derzeit mit technischen Lösungen, die wir für die interne Umsetzung entwickelt haben. Langfristig arbeiten wir daran, diese auch als offizielle Plattform für Dritte, wie z. B. für Verlage verfügbar zu machen. Die Idee ist eine Universaltechnologie für den lokalen Anzeigenverkauf. Viele Handschritte sollen dabei abgenommen und die Bedienbarkeit über eine zentrale Oberfläche auf das Wesentlichste reduziert werden. Über diese Plattform hinweg sollen unterschiedlichste Medienreichweiten bedienbar sein, ohne dass man überall separat einen Account besitzen muss. Der Launch ist zum Oktober 2020 geplant. Bis dahin stehen wir allerdings schon jetzt als Partner zur Verfügung.